Opel Omega Reparaturanleitung :: Die einspritzanlage

Opel Omega Reparaturanleitung / Die einspritzanlage

Der opel omega-motor ist in abhängigkeit von der leistung mit einem vergaser oder mit einer elektronischen einspritzanlage ausgerüstet. Die 1,8-l-motoren sind mit einer l3-jetronic ausgerüstet, wahrend bei den 2,0-l-motoren ebenso wie beim 3,0-l-katalysator-motor die motronic zum einsatz kommt. Im 3,0-l-motor ohne katalysator wird die einspritzung durch eine le2-jetronic geregelt. Alle drei einspritzsysteme basieren auf demselben grundsystem einer elektrisch geregelten intermittierenden.

Also stoßweisen, einspritzung. Bei der motronic handelt es sich um ein kombiniertes zünd- und einspritzsystem mit nur einem steuergerät.

Opel Omega Reparaturanleitung. Die einspritzanlage


Schemazeichnung der l3-jetronic

  1.  luftmengenmesser mit steuergerät für einspritzanlage
  2.  drosselklappenschalter
  3.  zusatzluftschieber (l3-jetronic), leerlaufsteller (motronic und le2-jetronic)
  4.  temperaturfühler kühlmittel
  5.  druckregler
  6.  einspritzventil
  7.  induktiver impulsgeber (drehzahlgeber)
  8.  hochspannungsverteiler
  9.  kraftstoffilter
  10.  zündspule
  11.  zündschaltgerät

L3-jetronic

Der kraftstoff wird aus dem kraftstoffbehälter von der elektrischen kraftstoffpumpe angesaugt und über den kraftstoffilter zum verteilerrohr und dann zu den einspritzventilen gefördert.

Ein druckregler am verteilerrohr sorgt dafür, daß der druck im kraftstoffsystem gleichbleibend 2,5 bar betragt. Die einspritzventile werden elektrisch angesteuert und spritzen den kraftstoff intermittierend, also stoßweise, in das ansaugrohr vor die einlaßventile.

Die luftmenge wird vom motor über luftfilter und sammelsaugrohr angesaugt und vom luftmengenmesser gemessen.

Im gehäuse des luftmengenmessers befindet sich eine stauklappe, die von der luftströmung in eine bestimmte stellung ausgelenkt und gehalten wird. Die winkelstellung der stauklappe dient als maß für die durchströmende luftmenge.

Über ein mit der stauklappe verbundenes potentiometer werden entsprechende signale an das steuergerät übermittelt.

Das steuergerät regelt entsprechend der gemessenen luftmenge und der jeweiligen motordrehzahl die einspritzzeit und dadurch die einspritzmenge. Bei längerer öffnung des einspritzventils wird mehr kraftstoff eingespritzt. Zusätzliche fühler und geber sorgen auch in extremen fahrsituationen für die richtig bemessene kraftstoffmenge.

  •  Der elektrisch beheizte zusatzluftschieber stabilisiert während der warmlaufphase die motordrehzahl.
  •  Der drosselklappenschalter sitzt direkt an der drosselklappenwelle.

    Er übermittelt dem steuergerät die leerlaufund die vollaststellung der drosselklappe. Dadurch wird insbesondere die schubabschaltung gesteuert, denn solange der leerlaufkontakt des schalters geschlossen ist und gleichzeitig die drehzahl über einem bestimmten wert liegt, wird vom steuergerät die kraftstoffzufuhr für den motor gesperrt.

  •  Das kraftstoffpumpenrelais befindet sich hinter dem linken federbeindom. Es versorgt die kraftstoffpumpe mit strom. Eine sicherheitsschaltung unterbricht die stromzufuhr, sobald keine zündimpulse mehr erfolgen, zum beispiel wenn der motor abgewürgt wurde.
  •  Der induktive impulsgeber sitzt seitlich im motorblock. Er übermittelt die drehzahlinformation an das steuergerät der einspritzanlage.
  •  Das elektronische steuergerät befindet sich im motorraum und ist im gehäuse des luftmengenmessers untergebracht.

Motronic

Die motronic vereinigt in einem steuergerät das zündsystem und die benzineinspritzung und regelt beide elektronisch über kennfelder.

  •  Die lambda-sonde (sauerstoffsensor) mißt bei fahrzeugen mit geregeltem katalysator den sauerstoffgehalt im abgasstrom und schickt entsprechende spannungssignale an das steuergerät. Daraufhin verändert das steuergerät das angesaugte kraftstoff-/luftverhältnis, so daß die abgase im katalysator optimal nachverbrannt werden.
  •  Der leerlaufsteller reguliert die leerlaufluftmenge unter umgehung der drosselklappe. Dadurch wird eine gleichbleibende leerlaufdrehzahl erreicht, unabhängig davon, ob gerade zusatzverbraucher, wie etwa servolenkung oder kältekompressor, eingeschaltet sind. Der leerlaufsteller ist bei fahrzeugen mit motronic und le2-jetronic anstelle des zusatzluftschiebers eingebaut und übernimmt zusätzlich dessen funktionen. Angesteuert wird der leerlaufsteller vom elektronischen steuergerät der einspritzanlage.
  •  Das steuergerät befindet sich hinter der seitenverkleidung im rechten fußraum (motronic und le2-jetronic).

Achtung: bei arbeiten an der einspritzanlage ist auf peinliche sauberkeit zu achten. Vor der demontage sind die entsprechenden teile mit kaltreiniger zu säubern. Die anlage steht unter hohem druck. Deshalb ist vor dem auswechseln von teilen der druck im system abzubauen. Hierzu kraftstoffleitung zwischen kraftstoffpumpe und filter vorsichtig lösen.

Beim abziehen lappen um die leitung legen. Der überdruck baut sich von selbst ab (ohne lösen der leitung), wenn der motor einige stunden abgestellt ist.

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