Opel Omega Reparaturanleitung :: Motor-starthilfe

Bei der starthilfe mit einem starthilfekabel sind einige punkte zu beachten

  •  der leitungsquerschnitt der starthilfekabel soll bei ottomotoren bis ca. 2,5 I hubraum mindestens 16 mm2 (durchmesser ca. 5 Mm) betragen. Bei dieselmotoren oder ottomotoren über ca. 2,5 I hubraum soll der leitungsquerschnitt mindestens 25 mm2 betragen. Maßgebend ist dabei jeweils das fahrzeug mit der entladenen batterie. Der leitungsquerschnitt ist in der regel auf der packung der starthilfekabel angegeben. Beim neukauf ist grundsätzlich ein starthilfekabel mit isolierten kabelzangen und 25 mm2 querschnitt empfehlenswert, da es sich auch für motoren mit geringerem hubraum eignet.
  •  Beide batterien müssen eine spannung von 12 volt haben.
  •  Eine entladene batterie kann bereits bei -10 c gefrieren.

    Vor anschluß der starthilfekabel muß eine gefrorene batterie unbedingt aufgetaut werden.

  •  Die entladene batterie muß ordnungsgemäß am bordnetz angeklemmt sein.
  •  Flüssigkeitsstand der entladenen batterie prüfen, gegebenenfalls mit destilliertem wasser auffüllen.
  •  Fahrzeuge so weit auseinanderstellen, daß kein metallischer kontakt besteht. Andernfalls könnte bereits beim verbinden der pluspole ein strom fließen.
  •  Bei beiden fahrzeugen handbremse anziehen. Schaltgetriebe in leerlaufstellung, automatisches getriebe in parkstellung "p" schalten.
  •  Alle stromverbraucher ausschalten.
  •  Motor des stromgebenden fahrzeuges im leerlauf laufen lassen.

Opel Omega Reparaturanleitung. Motor-starthilfe


  • Starthilfekabel in folgender reihenfolge anschließen:
  1.  Rotes kabel an den pluspol der stromgebenden batterie - 1 - anklemmen.
  2. Das andere ende des roten kabels an den pluspol der entladenen batterie - 2 - anklemmen.
  3.  Schwarzes kabel - 3 - an den minuspol der stromgebenden batterie anklemmen.
  4.  Das andere ende des schwarzen kabels an eine gute massestelle - 4 - des empfängerfahrzeuges anschließen.

    Dadurch werden masseverluste vermieden. Am besten eignet sich hierzu ein fest mit dem motorblock verschraubtes metallteil oder der motorblock selbst. Unter ungünstigen umständen könnte beim anschließen des kabels an den minuspol der leeren batterie, durch funkenbildung und knallgasentwicklung, die batterie explodieren.

  •  Polzangen nochmals auf festen sitz prüfen. Darauf achten, daß die starthilfekabel nicht durch sich drehende teile, wie etwa durch den kühlerventilator, beschädigt werden können.

Achtung: die klemmen der starthilfekabel dürfen bei angeschlossenen kabeln nicht in kontakt miteinander kommen, beziehungsweise die plusklemmen dürfen keine massestellen (karosserie oder rahmen) berühren.

  •  Motor des empfängerfahrzeuges (leere batterie) starten und laufen lassen. Beim starten anlasser nicht länger als 15 sekunden ununterbrochen betätigen, da sich durch die hohe stromaufnahme polzangen und kabel erwärmen.

    Deshalb zwischendurch eine "abkühlpause" von mindestens 1 minute einlegen.

  •  Grundsätzlich motor des spenderfahrzeuges während des startvorganges mit leerlaufdrehzahl drehen lassen.

    Dadurch wird eine eventuelle beschädigung des generators durch spannungsspitzen beim startvorgang vermieden.

    Sinkt allerdings die leerlaufdrehzahl stark ab, kann etwas gas gegeben werden.

  •  Während des starthilfevorganges offene flammen oder brennende zigaretten in der nähe der batterie vermeiden.

    Weil aus der batterie brennbare gase austreten können.

  •  Nicht über die batterien beugen - verätzungsgefahr!
  •  Nach der starthilfe kabel in umgekehrter reihenfolge abklemmen.

Achtung: werden die vorgeschriebenen anschlußhinweise nicht genau eingehalten, besteht die gefahr der verätzung durch austretende batteriesäure. Außerdem können verletzungen oder schäden durch eine batterieexplosion entstehen.

Zudem können defekte an den elektrischen anlagen beider fahrzeuge auftreten.

Fahrzeug abschleppen

Zündung einschalten, damit das lenkrad nicht blockiert ist und die blinkleuchten, das signalhorn und gegebenenfalls die scheibenwischer betätigt werden können.

  •  Da der bremskraftverstärker nur bei laufendem motor arbeitet.

    Muß bei fahrzeugen mit bremskraftverstärker bei nicht laufendem motor das bremspedal entsprechend kräftiger getreten werden!

  •  Bei fahrzeugen mit servolenkung muß zum lenken mehr kraft aufgewendet werden, da bei stehendem motor die servo-unterstützung fehlt.
  •  Das abschleppseil soll elastisch sein, damit das schleppende und das gezogene fahrzeug geschont werden.

    Nur kunstfaserseile oder seile mit elastischen zwischengliedern verwenden.

  •  Heizung und belüftungsdüsen sowie fenster im abgeschleppten fahrzeug schließen, damit abgase des schleppenden fahrzeuges nicht eindringen können.

Abschleppen von fahrzeugen mit automatik-getriebe

  • Wählhebelstellung "n".

Maximale schleppgeschwindigkeit: 50 km/h! Maximale schleppentfernung: 50 kilometer!

  •  Bei defektem getnebe. Höherer geschwindigkeit oder längerer schleppstrecke gelenkwelle an der hinterachse lösen. Grund: bei stehendem motor arbeitet die getriebeölpumpe nicht, das getriebe wird für höhere drehzahlen und längere laufzeiten daher nicht ausreichend geschmiert.
  •  Bei einsatz eines abschleppwagens: fahrzeug hinten anheben und lenkrad in geradeausstellung fixieren.
    Siehe auch:

    Sicherungen auswechseln
    Um kurzschluß- und uberlastungsschäden an den leitungen und verbrauchern der elektrischen anlage zu verhindern, sind die einzelnen stromkreise durch schmelzsicherungen geschützt. Es werden sicherungen verwendet, die neuesten technischen erkenntniss ...

    Handschuhfachbeleuchtung, gepäckraumleuchte
    Vor ausbau türen schließen bzw. Kontaktschalter gedrückt halten, damit die leuchte nicht unter strom steht.  Leuchte mit schraubendreher abdrücken und herausnehmen. Glühlampe leicht in richtung der federnden klemme ...